Ein einzelnes Exxentric-Gerät kann ein idealer Einstieg in das Flywheel Training sein. Es ermöglicht einem Trainingszentrum, die Trainingsmethode kennenzulernen, erste Erfahrungen zu sammeln und neue Trainingskonzepte in die bestehende Infrastruktur zu integrieren. Viele Trainer beginnen mit einem kBox-System oder einem kPulley, um die Vorteile des exzentrischen Trainings in der Praxis zu testen.
Mit zunehmender Nutzung zeigt sich jedoch häufig ein größeres Potenzial: Mehrere Flywheel-Geräte verbessern die Trainingsabläufe, schaffen zusätzliche Einsatzmöglichkeiten und sorgen für eine effizientere Nutzung der Trainingsfläche.
In diesem Beitrag betrachten wir, warum immer mehr professionelle Performance Center auf Multi-Device-Lösungen setzen und weshalb eine frühzeitige Planung langfristig Vorteile bietet.
Der Einstieg: Ein Gerät, viele Möglichkeiten
Flywheel Training bietet eine einzigartige Form des Widerstandstrainings. Die Belastung wird nicht durch Gewichte, sondern durch die Trägheit der Schwungscheibe erzeugt. Dadurch passt sich der Widerstand unmittelbar an die Kraftentwicklung des Athleten an und ermöglicht hohe exzentrische Belastungen.
Für viele Sportorganisationen ist ein einzelnes Gerät der erste Schritt. Bereits damit lassen sich zahlreiche Übungen für Kraft, Leistung, Rehabilitation und Prävention umsetzen. Doch sobald mehrere Athleten gleichzeitig trainieren oder verschiedene Trainingsziele parallel verfolgt werden sollen, stößt ein einzelnes System häufig an organisatorische Grenzen.
Mehr Trainingsfluss, weniger Wartezeiten
In professionellen Trainingsumgebungen zählt jede Minute. Wenn mehrere Athleten dasselbe Gerät nutzen möchten, entstehen Wartezeiten. Trainer müssen Gruppen aufteilen oder Trainingseinheiten anpassen. Mit mehreren Flywheel-Geräten können Athleten gleichzeitig arbeiten, wodurch die verfügbare Trainingszeit deutlich effizienter genutzt wird.
Besonders in Leistungszentren, Mannschaftssportarten oder Reha-Einrichtungen verbessert dies den Trainingsfluss erheblich. Stationstraining, Kleingruppenarbeit oder individuelle Programme lassen sich deutlich einfacher organisieren.

Mehr Übungsvielfalt durch unterschiedliche Gerätekonzepte
Ein weiterer Vorteil liegt in der Kombination verschiedener Flywheel-Systeme. Während die kBox besonders für vertikale Bewegungsmuster wie Kniebeugen, Deadlifts oder Zugbewegungen geeignet ist, erweitert ein kPulley das Übungsspektrum um horizontale, rotatorische und sportartspezifische Bewegungen. Dadurch entsteht eine deutlich vielseitigere Trainingsumgebung.
Anstatt ein Gerät für alle Aufgaben einzusetzen, können Trainer das jeweils optimale System für die gewünschte Trainingsanpassung auswählen. Typische Kombinationen ermöglichen beispielsweise:
- Maximalkrafttraining der unteren Extremität
- Rotations- und Core-Training
- Oberkörperkraft und Zugbewegungen
- Explosivkraft- und Leistungsentwicklung
- Rehabilitations- und Return-to-Play-Programme
Bessere Betreuung unterschiedlicher Zielgruppen
Viele Trainingszentren betreuen heute verschiedene Nutzergruppen gleichzeitig. Profisportler, Nachwuchsathleten, Rehabilitationspatienten und Fitnesskunden haben unterschiedliche Anforderungen an Belastung, Übungen und Trainingsorganisation.
Mit mehreren Flywheel-Geräten können Trainer Programme parallel durchführen, ohne ständig Umbauten oder Anpassungen vornehmen zu müssen. Das steigert die Effizienz und verbessert gleichzeitig das Trainingserlebnis der Nutzer.
Skalierbarkeit für zukünftiges Wachstum
Ein Aspekt wird bei der Anschaffung häufig unterschätzt: die zukünftige Entwicklung der Einrichtung. Viele Betreiber starten mit einem Gerät und stellen nach einiger Zeit fest, dass die Nachfrage nach Flywheel Training deutlich höher ausfällt als erwartet. Zusätzliche Geräte werden dann nachträglich integriert.
Wer bereits bei der Planung mögliche Erweiterungen berücksichtigt, kann Trainingsfläche, Lagerung und Trainingsabläufe von Beginn an optimal gestalten. Exxentric weist selbst darauf hin, dass insbesondere professionelle Einrichtungen zunehmend auf Systeme mit mehreren Geräten setzen, um mehr Athleten gleichzeitig betreuen und ein breiteres Übungsspektrum anbieten zu können.

Fazit
Ein einzelnes Flywheel-System ist ein hervorragender Einstieg in die Welt des exzentrischen Trainings. Mit wachsender Erfahrung und steigender Nutzung zeigt sich jedoch häufig, dass mehrere Geräte deutliche Vorteile bieten. Sie verbessern die Trainingsorganisation, erhöhen die Übungsvielfalt, ermöglichen die Betreuung verschiedener Nutzergruppen und schaffen eine skalierbare Lösung für zukünftiges Wachstum.
Für professionelle Trainingszentren, Vereine, Reha-Einrichtungen und ambitionierte Performance-Facilities ist eine Multi-Device-Strategie daher oft der nächste logische Schritt auf dem Weg zu einer modernen und leistungsfähigen Trainingsumgebung.
Hinweis: In diesem Artikel wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.